Hommage an Giorgio Morandi

 

Ein Maler, der ein Leben lang das immer Gleiche und vermeintlich Unbedeutende malte.
Ein Maler, der auf optische und inhaltliche Sensationen verzichtete.
Ein Maler der Stille; fern von jeglichem Kunstgerede.

morandi

Giorgio Morandi hat bis heute viele Künstler inspiriert. Die in der Ausstellung gezeigten Werke von Christian Chaize, Johannes Dörflinger, Elsbeth Juda, Phillipe Mahler, Florian Schwarz und Jan Peter Thorbecke sind alle Giorgio Morandi gewidmet. Der Künstler zeigt alles so, dass selbst im Vertrauten ein Unbekanntes aufscheint.

Eröffnung der Ausstellung

Samstag, 8. April 2017
18.30 Uhr Einführung Christoph Bauer, Leiter Kunstmuseum Singen

Galerie Kunstgrenze, Kreuzlinger Strasse 56, Konstanz

Kunst bedeutet zulassen, sich einlassen

„Im Berg“ nennt Johannes Dörflinger seine kommende Ausstellung in der Kunstgrenze Galerie. Was haben Berge in sich? Feuer, Glut & Leidenschaft. Oder vielleicht Kohle, Dunkles und längst Vergessenes? HausImBerg

Kunst bedeutet auch zulassen, sich einlassen und einen Zugang verschaffen. Manchmal durch gewundene Stollen, in Stein gehauene Wege. Vorbei an bizarren Felsvorsprüngen, um das Innere zu erreichen. In tieferen Schichten wird Kunst erlebbar, Unsichtbares sichtbar.

Sowohl beim Betrachter als auch beim Künstler. Bei Dörflinger ist es die Metamorphose, das innere Auge. Im Berg herrscht Stille; inmitten des Rauschen der Welt.

Vernissage: Samstag, 19. November 2016, 19.00 Uhr.

Galerie Kunstgrenze, Kreuzlinger Strasse 56, Konstanz

Dauer der Ausstellung: 19. November bis 28. Februar 2017
Oeffnungszeiten: Freitags, 14.-18.00 Uhr, Samstags, 11.-15.00 Uhr und nach Vereinbarung.

Kunst ohne Grenzen

Am Samstag, den 8. April 2017 wird zum 13. Mal die Kunstnacht Konstanz Kreuzlingen stattfinden.

Gelungene, grenzüberschreitende Zusammenarbeit macht die Kunstnacht Konstanz Kreuzlingen zu etwas ganz Besonderem. Kunst ohne Grenzen kann man hier wörtlich nehmen und erleben. Dies liegt nicht nur an der geografischen Nähe der beiden Städte, sondern vielmehr an der reibungslosen Zusammenarbeit, dem Engagement aller Beteiligten und dem über Grenzen gehenden Kunst- und Kulturinteresse.

Kunstnacht2017



La Bozzetteria von Werner Schlotter

FavoritWerner Schlotters „Bozzetti" sind erste künstlerische Entwürfe für seine plastischen Werke. Spontan, frisch und spielerisch werden sie  zu Seiten seines plastischen Skizzenbuchs.

Scheinbar unfertige Arbeiten, die sonst nie ausgestellt werden, zeugen vom beharrlichen Suchen und Finden der Formen.

Ist das Schränkchen aus dem Atelier mit den plastischen Skizzen aus Ton, gefüllt mit Fundstücken oder auch sentimentalem Schnickschnack etwas Intimes?

Transplantiert in die öffentliche Sphäre der Galerie bieten die Bozzetti neue und andere Perspektiven der Wahrnehmung. Skizzenhaft Vorläufiges verwandelt sich zu eigenständigen Miniaturen.

Die „Bozzetteria" ist ab 9. September 2016 ausgestellt in der

KunstGrenze Galerie
Kreuzlinger Strasse 56, Konstanz

Vernissage:
Freitag, 9. September 2016, 18.00 Uhr

Tod und Flügelwesen in der Rochuskirche

essteigt RochusAm Tag des offenen Denkmals, 11. September 2016, öffnet Johannes Dörflinger wieder sein Atelier in der Rochuskirche.

Mit der Ausstellung „Es steigt" nimmt Dörflinger Bezug auf seine letztjährige Ausstellung „Flammen". Tod und Flügelwesen herrschen dieses Jahr vor und verleihen der Ausstellung einen sakralen Charakter.

Werner Schlotters Holzskulptur „Flügelwesen II" steigt in der Rochuskirche empor. Der Tod aus Dörflingers Tarot hängt als Wandbehang von Ulrike Ottinger im Altar.

Neben Pastellen von Dörflinger und grossformatigen Zeichnungen von Werner Schlotter sind Fotoarbeiten von Peter Riedlinger und Noel Jabbour zu sehen.

„Es steigt" etwas Leichtes, Luftiges empor, trotz des eher schweren Themas der Ausstellung. Liegt es an den Kunstwerken und an der Atmosphäre in der Rochuskirche? Am besten selbst hingehen, sehen und wahrnehmen.

Rochus-Kirche, 769843 Löffingen-Goschweiler,
Vernissage: 11. September 2016, 11.00 Uhr.

Das Atelier ist am Tag des offenen Denkmals bis 18.00 Uhr geöffnet, sowie am Sonntag, 18.September und 25.September von 14.00 bis 17.00 Uhr.

Weitere Werke zur Ausstellung „Es steigt" sind ab 9.9.2016 in den Ausstellungsräumen der Dörflinger Stiftung zu sehen:

Galerie KunstGrenze, Kreuzlinger-Strasse 56, 78462 Konstanz
Vernissage: 9. September 2016, 18.00Uhr


Radierungen in der KunstGrenze Galerie

Die Galerie Kunstgrenze zeigt vom 16. Juli bis 2. September 2016 frühe Radierungen von Jan Peter Thorbecke und «early beings» von Johannes Dörflinger. Beide Konstanzer Künstler haben sich im Laufe ihres künstlerischen Schaffens auch mit den Ausdrucksmöglichkeiten der Radierung auseinandergesetzt und verschiedene Techniken erprobt, kombiniert und variiert.

Die Radierungen von Jan Peter Thorbecke wirken eher verschlüsselt unRadierung vernis mou Thorbecked hermetisch. Bisweilen ist es schwierig, das Motiv ausfindig zu machen. Ein Liniengewirr herrscht vor, doch flüchtig-zart sind manche Striche hingezeichnet. Der Fluss der Formsprache scheint unterbrochen, zerstückelt. Erst der Abdruck auf dem Papier macht das Ergebnis sichtbar. Zarte, flüchtige Andeutungen von Figuren vor einer Landschaft, Familienidylle oder Figuren vor einer Gewitterlandschaft.Reliefradierung Doerflinger
Johannes Dörflinger stellt neben seinen Kaltnadel-Radierungen aus den 60er Jahren auch spätere Werke aus. Farbradierungen mit Relief sowie Radierungen, die der Künstler später übermalt hat.

Vernissage: 16. Juli 2016, 18.00 Uhr

Einführung: Christoph Bauer, Kunstmuseum Singen
Die Ausstellung „Radierungen " dauert vom 16. Juli 2016 bis 2. September 2016.

Öffnungszeiten: freitags 14.00 bis 18.00 Uhr, samstags 11.00 bis 15.00 Uhr und nach Vereinbarung
Galerie KunstGrenze, Kreuzlinger-Strasse 56, 78462 Konstanz, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!




Hommage à Elsbeth Juda

EJ 02Von der bekannten britischen Fotografin Elsbeth Juda (1911-2014) sind ihre Collagen vom 7. Februar bis 8. April 2015 in der Galerie KunstGrenze in Konstanz zu sehen.

Elsbeth Juda's Begeisterung für Goya, Velàsquez und Rembrandt oder auch für Manet, Matisse und Morandi spiegeln sich in ihren eigenen Werken wider. Freche, farbige Papier-Collagen, in die sich auch einmal ein Stück Plastik verirrt. Dennoch bleiben diese anmutigen Collagen konkret. Leicht sind fliegende Körper, sich umarmende oder mit Kelchen hantierende Paare auszumachen. Manet's „Dejeuner sur l'herbe" hatte Elsbeth Juda gleich mehrmals inspiriert und von Rembrandt sind mehr als 100 Collagen entstanden.

Vernissage: Samstag, 7. Februar 2015, 18.00

KunstGrenze Galerie, Kreuzlinger Strasse 56, Konstanz

Eine Vita, die Bewunderung auslöst.

Elsbeth Juda, geb. Goldstein, wurde am 2. Mai 1911 in Darmstadt geboren. Sie stammte aus einer liberalen, deutsch-jüdischen Familie. 1931 heiratete sie ihre Kindheitsliebe, den Journalisten Hans Juda, der kurz nach der Heirat eine Anstellung beim Berliner Tageblatt fand. 1933 wurden beide von den Nazis aus Deutschland vertrieben und flohen – mit einer Violine und zwei Taschen in der Hand – Hals über Kopf nach London.

Im Exil studierte Elsbeth Juda Fotografie bei der ehemaligen Bauhaus-Fotografin Lucia Moholy, der Ehefrau des Künstlers Làszló Moholy-Nagy. 1940 wurde Hans Juda Verleger und Herausgeber des Magazins „The Ambassador". Elsbeth kam später als Modefotografin und Mitherausgeberin der Zeitschrift hinzu.

„The Ambassador" wurde zwischen 1940 und 1965 unter der Leitung des Ehepaars Juda zu einem bedeutenden Marketinginstrument der britischen Wirtschaft und während des Krieges von der britischen Regierung kontinuierlich mit Papier versorgt. Die Zeitschrift zählte bis Mitte der 1960er Jahre zu den weltweit führenden Handelszeitschriften.

In jenen Jahren entwickelten die Judas auch ihre Leidenschaft für Kunst und kauften viele Werke. Arbeiten von kaum bekannten Künstlern der Moderne, die, wie sich zeigen sollte, später zu Ruhm kommen sollten. Die Bildhauerarbeiten von Henry Moore gehörten ebenfalls dazu. Viele der in der „Hans und Elsbeth Juda Collection" vertretenen Künstlern gehörten zu ihrem persönlichen Freundeskreis.

Nachdem das Paar das „Ambassador" verkauft hatte, gründete Elsbeth Juda 1963 ein Design Studio. In Ihren Aufnahmen steckt viel Humor und surrealer Witz, mit dem sie sich schon in den vierziger und fünfziger Jahren als Werbe- und Modefotografin einen Namen gemacht hatte. 2012 zeigte das Victoria und Albert Museum in London in einer repräsentativen Ausstellung ihre wichtigsten Fotografien. Judas Blick war stets konzentriert, der eigenen Gegenwart verpflichtet und zugleich ganz und gar modern!

In den siebziger Jahren verkaufte das Ehepaar ihre Sammlung zeitgenössischer Kunst. Mit dem Erlös förderten sie fortan junge Künstler, Komponisten und Fotografen. Als 1975 Hans Juda an einem Hirntumor starb, war Elsbeth zu tiefst erschüttert. Ihre Fotokamera legte sie für immer zur Seite. Ihre Liebe zur Kunst begleitete sie weiterhin. In den 80er Jahren fing Elsbeth Juda selber an, Bilder zu malen. Anfänglich Landschaften und Stillleben mit Acryl- und Ölfarben, später dann Collagen, von denen dank vieler Leihgaben einige Werke ab dem 7. Februar 2015 in der Galerie KunstGrenze in Konstanz zu sehen sind.

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